Vom Energiemanagement zur energieoptimierten Produktionsplanung

Wie sich ifesca.ENERGY® logisch um operative Produktionsentscheidungen erweitern lässt

Stand: 31.08.2026  |  Gastbeitrag MCP

Mit ifesca.ENERGY® verfügen Industrieunternehmen über eine KI-gestützte Lösung, um Energieverbräuche vorausschauend zu steuern, Lastspitzen zu vermeiden und vorhandene Flexibilitäten wirtschaftlich zu nutzen. Die nächste logische Ausbaustufe besteht darin, diese energetischen Erkenntnisse direkt in die Produktionsplanung einfließen zu lassen. So wird aus intelligentem Energiemanagement eine operative Entscheidungshilfe für die Fertigung.

Intelligentes Energiemanagement schafft die Grundlage

Steigende Energiekosten, volatile Märkte und wachsende Anforderungen an Nachhaltigkeit und CO₂-Reduktion machen Energiemanagement zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor. Gleichzeitig investieren Industrieunternehmen in Photovoltaik, Speicher, flexible Verbraucher und eine bessere Messinfrastruktur. Damit entstehen neue Möglichkeiten, aber auch eine komplexere Entscheidungslandschaft.

ifesca.ENERGY® führt die relevanten energetischen Informationen zusammen. KI-gestützte Analysen und Prognosen helfen, Verbräuche, Energieverfügbarkeit und Flexibilitäten frühzeitig zu erkennen. Unternehmen können Lastspitzen vermeiden, Chancen des Energiemarktes nutzen, Nachhaltigkeitsziele unterstützen und zugleich die Grundlage für ein systematisches Energiemanagement nach ISO 50001 schaffen.

Damit beantwortet ifesca eine zentrale Frage: Welche Energie steht zu welchem Zeitpunkt, zu welchen Kosten und innerhalb welcher Grenzen zur Verfügung? Für produzierende Unternehmen ergibt sich daraus unmittelbar eine zweite Frage: Wie muss die Fertigung geplant werden, damit diese energetischen Möglichkeiten tatsächlich genutzt werden können?

Die logische Ausbaustufe: Energie in der Feinplanung berücksichtigen

An diesem Punkt ergänzt MCP das Energiemanagement um operative Produktionsplanung. Verbrauchsprofile, Preisprognosen, Eigenstromverfügbarkeit und Lastgrenzen werden mit Aufträgen, Ressourcen und realen Fertigungsrestriktionen verbunden. Die Feinplanung betrachtet damit nicht nur Termine, Material und Kapazitäten, sondern auch die energetischen Auswirkungen möglicher Planungsentscheidungen.

• Energiebedingte Produktionskosten je Auftrag und Szenario transparent machen
• Energieintensive Vorgänge innerhalb zulässiger Zeitfenster verschieben
• Lastspitzen begrenzen und vorhandenen Eigenstrom gezielter nutzen
• Alternative Produktionspläne anhand wirtschaftlicher und operativer Ziele vergleichen
• Liefertermine, Rüstfolgen, Material und Kapazitäten weiterhin absichern

Die Feinplanung wählt dabei nicht pauschal den günstigsten Energiezeitpunkt. Sie macht Zielkonflikte sichtbar und bewertet realisierbare Alternativen. In einem Szenario kann die Termintreue dominieren, in einem anderen die Vermeidung einer Lastspitze oder die Nutzung erwarteter PV-Erzeugung. So entstehen nachvollziehbare Handlungsoptionen für Energie, Planung und Produktion.

Praxisweg bei Siemens Energy

Wie dieser Ausbau in der Praxis vorbereitet wird, zeigt das gemeinsame Projekt bei Siemens Energy in Weiz und Wollsdorf. MCP begleitet das Unternehmen bereits seit vielen Jahren in der Produktionsplanung und stellt im Rahmen der Partnerschaft auch ifesca.ENERGY® bereit. Relevante Messwerte werden im SCADA-System erfasst und an ifesca übergeben. Darauf aufbauend sollen Energieverbräuche und Kosten im Kontext konkreter Produktionspläne analysiert und Szenarien bewertet werden.

Da die erforderliche Datengrundlage derzeit aufgebaut und erweitert wird, steht zunächst belastbare Transparenz im Vordergrund. Erst anschließend werden Optimierungspotenziale anhand messbarer Kriterien bewertet. Dieser schrittweise Ansatz verhindert vorschnelle Einsparungsversprechen und schafft einen belastbaren Business Case für die weitere Skalierung.

Fazit

ifesca.ENERGY® schafft die Basis, um Energie in Industrieunternehmen vorausschauend und wirtschaftlich zu steuern. Die ergänzende Produktionsplanung von MCP macht diese Erkenntnisse in der Fertigung operativ nutzbar. Dadurch wird Energiemanagement von einer eigenständigen Disziplin zu einem aktiven Bestandteil der Produktionsentscheidung.

Fachgespräche Feinplanung | 20. und 21. Oktober 2026 | Wollsdorf

Gemeinsam mit Industrieunternehmen und Expert:innen diskutieren wir die im Artikel beschriebene Verbindung von ifesca.ENERGY® und Produktionsplanung anhand konkreter Erfahrungen aus der Praxis.

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