Wasser sparen, Energie sparen: Zwei Seiten derselben Medaille
Wasserverbrauch ist Energieverbrauch. Wer Pumpen betreibt, Kühlprozesse fährt oder Dampf erzeugt, steuert keinen Nebenverbrauch in seinem Unternehmen. Er steuert einen der größten Energiehebel im gesamten Betrieb. Wasserintensive Prozesse sind deshalb keine reinen Verbrauchsstellen, sondern vielmehr steuerbare Flexibilitäten im Energiemanagement. Wer sie nicht aktiv plant, lässt wertvolles Potenzial auf beiden Seiten ungenutzt liegen. Eine ressourceneffiziente Produktion beginnt nämlich genau dort, wo Wasser und Energie zusammen gedacht werden.
Wasser als globale Aufgabe: Der Weltwassertag
Seit 1993 erinnert der 22. März jährlich daran, wie grundlegend Wasser als Ressource ist. Der von den Vereinten Nationen ins Leben gerufene Weltwassertag lenkt die Aufmerksamkeit auf die weltweite Wasserversorgung, eine nachhaltige Bewirtschaftung und die Bedeutung von Frischwasser für Mensch und Umwelt. Es ist ein Thema, das angesichts des Klimawandels zunehmend an Dringlichkeit gewinnt (Bundesumweltministerium, Weltwassertag am 22. März). Was bei dieser globalen Aufgabe jedoch oftmals im Hintergrund bleibt, ist die Frage, wie Industrie und Wirtschaft ihren Wasserverbrauch nicht nur messen, sondern aktiv steuern können. Auch in diesem Bereich liegt ein erhebliches Potenzial, das eine strategische Betrachtung erfordert.
ThWIC: Forschung an der Schnittstelle von Wasser und Digitalisierung
Die Frage, wie wir Wasser künftig effizienter nutzen können, beschäftigt nicht nur die Industrie. An der Schnittstelle von Wasserversorgung und Digitalisierung forscht das Thüringer Wasser-Innovationscluster, besser bekannt als ThWIC. Der von der Friedrich-Schiller-Universität Jena initiierte Zukunftscluster wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und bringt unterschiedlichste Perspektiven zusammen. Partner aus Naturwissenschaften, Datenwissenschaften, Soziologie und der Industrie arbeiten hier gemeinsam an einem großen Ziel: Die Entwicklung von Lösungen für einen nachhaltigen Umgang mit der Ressource Wasser. Dabei geht es nicht nur um neue Reinigungsmethoden oder Analysetechnologien. Es geht um eine dauerhafte, sichere und bezahlbare Wasserversorgung, die durch moderne und digital vernetzte Systeme unterstützt wird.
Die Herausforderungen rund um das Thema Wasser sind komplex und lassen sich nur lösen, wenn unterschiedliche Disziplinen zusammenarbeiten. Deshalb steht das ThWIC für neue Allianzen zwischen Forschung, Wirtschaft, öffentlichem Sektor und Zivilgesellschaft. Wer Teil dieses Netzwerks werden möchte, findet in der ThWIC-Community einen offenen Raum für fachlichen Austausch. Durch Veranstaltungsreihen wie die Lecture Series oder Innovationsworkshops bietet der Cluster konkrete Plattformen, um eigene Ideen einzubringen, Partner für Projekte zu finden und gemeinsam an zukunftsfähigen Wassermanagementlösungen zu arbeiten (Clusters4Future, ThWIC || ThWIC).
Was in der Energiewirtschaft bereits gelebte Praxis ist, wird hier auf Wasser angewendet: Daten nicht nur erfassen, sondern nutzen, um aktiv zu steuern und vorausschauend zu planen.
ifesca im ThWIC: Prognose und Datenanalyse
ifesca ist seit 2023 aktiver Partner im ThWIC und bringt dort seine Kernkompetenz ein, wo sie am meisten gebraucht wird: bei der Datenanalyse und Prognose. Im Projekt „KontiMonit“, was für kontinuierliches Monitoring steht, arbeitet ifesca gemeinsam mit Partnern aus Forschung und Industrie an einem ganz konkreten Ziel: den chemischen Sauerstoffbedarf in Kläranlagen in Echtzeit messbar und prognostizierbar zu machen. Der chemische Sauerstoffbedarf, kurz CSB, ist ein zentraler Indikator für die Wasserqualität. Bislang ist seine Bestimmung jedoch zeitaufwendig, erfordert manuelle Probenentnahmen und oftmals den Einsatz umweltschädlicher Chemikalien. KontiMonit ändert das durch die Entwicklung einer neuartigen Echtzeit-Sensorik. Die Aufgabe von ifesca ist es dabei, diese neuen Datenströme zu verwalten, zu visualisieren und verlässlich vorherzusagen (ifesca || Clusters4Future, ThWIC).
Die Methoden, die ifesca in dieses Projekt einbringt, sind exakt dieselben wie im industriellen Energiemanagement. Sie umfassen KI-gestützte Prognosen, die Verarbeitung von Echtzeitdaten und die Fähigkeit, aus reinen Messwerten konkrete operative Entscheidungen abzuleiten.
Ressourcen gemeinsam denken
Die Mitwirkung im ThWIC zeigt deutlich, wie sich der Ansatz von ifesca auf eine weitere kritische Ressource übertragen lässt. Mit ifesca.ENERGY lässt sich der Energieeinsatz wasserintensiver Prozesse wie Pumpen, Kühlanlagen oder Prozesswasserkreisläufe präzise prognostizieren, gezielt optimieren und in umfassende Lastmanagementstrategien integrieren. Wer seinen Energieverbrauch an diesen Stellen aktiv steuert, senkt damit mittelbar auch den Ressourceneinsatz auf der Wasserseite. Wie das in der Praxis aussieht, zeigt ein konkretes Beispiel aus unserem Kundenportfolio: Ein Unternehmen mit Ewigkeitsaufgaben des Steinkohlebergbaus hat mit ifesca.ENERGY seinen Pumpenbetrieb optimiert. Das Ergebnis: Bis zu 12 Prozent geringere Stromkosten durch optimierte Fahrpläne, bis zu 35 Prozent Einsparung in Zeiten hoher erneuerbarer Energieerzeugung und bis zu 30 Prozent flexible Lastverschiebung zur Nutzung volatiler Strompreise.
Pumpen sind ein starkes Beispiel, aber sie sind nur der Anfang. Jeder Prozess, der Wasser und Energie koppelt, ist ein potenzieller Hebel im Lastmanagement. Das eigentliche Ziel ist jedoch nicht die Optimierung einzelner Anlagen, sondern eine steuerbare Gesamtarchitektur: eine Plattform, die operative Energiedaten, wirtschaftliche Ziele und regulatorische Anforderungen zusammenführt und daraus konkrete Entscheidungen ableitet. Genau das ist der Ansatz hinter PilotOne, dem Energiemanagement-Cockpit von ifesca.ENERGY. Wer beide Ressourcen, Wasser und Energie, als systemisch verbunden begreift und diesen Blickwinkel in eine durchgängige Steuerungslogik überführt, entdeckt völlig neue Lösungswege zur Kosten- und Emissionssenkung im gesamten Betrieb. Der Weltwassertag ist ein guter Anlass, diesen Blickwinkel einzunehmen und ihn nicht nur an einem Tag im Jahr zu fokussieren.
Haben Sie wasserintensive oder energieintensive Prozesse in Ihrem Unternehmen, die Sie heute noch reaktiv steuern? Lassen Sie uns gemeinsam herausfinden, welche Potenziale in Ihrem spezifischen Projekt stecken.
→ Sprechen Sie uns an und entdecken Sie PilotOne: https://pilotone.ifesca.de
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